Über uns

Gott

Gott ist Geist. Er ist der Höchste, ein unsichtbares und unsterbliches Wesen, eine wahrhaftige Person, Schöpfer, Erhalter und Regent des gesamten Weltalls (der sichtbaren und unsichtbaren Dinge gleichermaßen). Sein Hauptsitz befindet sich im Himmel, dennoch ist er allgegenwärtig.

Seine wesentlichen Eigenschaften sind:

Er ist ewig, allmächtig, allwissend, heilig, gerecht, treu, barmherzig, gnädig und er liebt eifernd. Gott ist einig, er übersteigt den menschlichen Verstand und das menschliche Auffassungsvermögen, er ist jedoch durch seine natürliche und aus Gnade heraus geschehende Offenbarung erkennbar. Er offenbarte sich in drei Personen: er ist der Vater, der Sohn und der Heilige Geist. In Bezug auf seine Person, Essenz und Natur, akzeptieren wir alle apostolischen und Nicea-Konstantinopel Religion („Hoffnung”).


Der Vater

Der Vater ist ein vollkommener und guter Gott, der für alles, was existiert, Sorge trägt. Er ist durch den Sohn erkennbar: er offenbarte das Wesen der Natur des Vaters, die Liebe. Vom Vater stammen der Sohn und der Heilige Geist, die ihm wesensgleich sind, wobei der Vater Vorrangstellung genießt.


Der Sohn

Er ist das Ebenbild und der eingeborene Sohn des unsichtbaren Gottes. Er ist ewiger Gott und eins mit dem Vater. Er ist der Erstgeborene aller Schöpfung, die irdischen und himmlischen Dinge und Existierenden bestehen in ihm, durch ihn und für ihn. Dem Willen des Allmächtigen gehorchend entäußerte er sich selbst und nahm menschliche Natur an. Er wurde durch den Heiligen Geist empfangen, von der Jungfrau Maria geboren und lebte hier auf der Erde.

Er wurde dem Menschen in allem gleich, ausgenommen die Sünde. Auch in seinem irdischen Leben und Dienst war er dem Vater gehorsam, bis zum Tode am Kreuz. Deshalb hat der Vater ihn vom Tode auferweckt, ihn mit Ehre und Herrlichkeit gekrönt und zum Herrn über alles Werk seiner Hände gemacht und ihn zu seiner Rechten gesetzt. „Darum hat Gott ihn auch hoch erhoben und ihm einen Namen verliehen, der über jeden Namen ist. Damit in dem Namen Jesu jedes Knie sich beuge, der Himmlischen und Irdischen und Unterirdischen, und jede Zunge bekenne, dass Jesus Christus Herr ist zur Ehre Gottes, des Vaters.” Er ist der Urheber und Vermittler des neuen und ewigen Bundes zwischen dem Vater und der Welt.


Der Heilige Geist

Der Heilige Geist ist eine wahrhaftige Person, die vom Vater und dem Sohn stammt. Er ist gekommen, um in der Gemeinde die Person Jesu Christi zu erheben und einen jeden Gläubigen zur persönlichen Gemeinschaft mit dem Sohn, zur wahren Erkenntnis Gottes und zu wahrer Anbetung zu führen. Der Heilige Geist ist Herr und Gott. Für die gegen ihn begangenen Sünden gibt es keine Vergebung. Er salbte Jesus von Nazareth, damit er Kranke heile, Dämonen austreibe, Tote auferwecke und das Reich Gottes verkündige. Er bewirkt in den Menschen – in Einheit mit dem Wort Gottes – die Bekehrung, die Wiedergeburt und macht die Gaben der Erlösung in den Gläubigen wahrhaftig. Seine wichtigsten Tätigkeiten: er lenkt und leitet, er tröstet und er gibt Zeugnis von Jesus Christus.

Die vorherrschende ungarische Übersetzung benutzt das Wort „Heiliger Geist“, die wörtliche Übersetzung des ursprünglichen griechischen Begriffs „Heiliger Geist“


Die Heilige Schrift

Die gesamte Heilige Schrift ist die schriftliche Form des Wortes Gottes. Ihr Autor ist der Gott Israels, der seine ewigen Wahrheiten durch seine vom Heiligen Geist gesalbten Diener offenbarte und sie dazu anwies, sein Wort auch schriftlich festzuhalten. Die aus dem Alten und dem Neuen Testament bestehende Bibel (66 Bücher) enthält keinerlei Irrtum. Zwischen beiden Teilen besteht keinerlei Widerspruch, sie bilden vielmehr ein kontinuierliches, göttliches Werk, ergänzen, erklären und interpretieren einander.

Das vom Heiligen Geist belebte Wort ist Quelle, Grundlage, Lebenselement, Maßstab und Hauptziel des christlichen Lebens und Dienstes, es besitzt absolute Autorität, der die gesamte materielle, menschliche und geistliche Wirklichkeit untergeordnet ist.


Die Engel

Die Engel sind dienende geistliche Wesen, die Gott dazu geschaffen hat, seinem Willen zu gehorchen. Sie sind unzählbar und stehen hinsichtlich ihrer Kraft und ihrer Macht auf einer höheren Ebene als der Mensch. Die Engel des Herrn und die Engel Satans bilden die Ordnung der Engel. Erstere haben die Aufgabe, Gott zu preisen und anzubeten, seine Gebote zu erfüllen, göttliche Botschaften weiterzugeben, Gläubigen zu dienen und besonders für Kinder einzutreten und sie zu schützen.

Sie tragen zur Verwirklichung der Pläne und Verheißungen Gottes bei (z. B. Verkündigung der Erlösung, Kampf an der Seite des Volkes Gottes gegen die feindlichen Kräfte, Vollstreckung von Gottes Gericht). Die Bibel verbietet es, die Engel anzubeten. Die Heilige Schrift zählt vier Hauptordnungen der geistlichen Wesen auf: Throne, Herrschaften, Mächte und Gewalten.


Satan und sein Königreich

Die Bibel erwähnt Satan unter mehreren Namen, die gleichzeitig auch seine Haupttätigkeiten definieren, wie zum Beispiel: Verderber, Ankläger, Dieb, Teufel, Verleumder, Vater der Lüge, Menschenmörder, Gott dieser Welt, Fürst der Mächte der Luft, usw. Aus seinen Nachfolgern organisierte er ein Königreich, dessen Führer er ist. Ihr Hauptquartier ist in der Höhe.

Luzifer war einer der mächtigsten und schönsten Engelfürsten. Er war Gottes gesalbter Cherub. Wegen seiner besonderen Rolle und Macht wurde er hoffärtig. Noch bevor Adam geschaffen wurde, organisierte er eine Rebellion gegen Gott. Sein Ziel war es, sich Gott gleich zu machen. In seinen Aufruhr zog er auch einen Teil der Engel mit hinein. Als Antwort darauf warf Gott Luzifer mit allen seinen Nachfolgern aus dem Himmelreich hinab auf die Erde. So wurde Luzifer zum Satan, zu Gottes Widersacher.

Die Bibel erwähnt Satan unter mehreren Namen, die gleichzeitig auch seine Haupttätigkeiten definieren, wie zum Beispiel: Verderber, Ankläger, Dieb, Teufel, Verleumder, Vater der Lüge, Menschenmörder, Gott dieser Welt, Fürst der Mächte der Luft, usw. Aus seinen Nachfolgern organisierte er ein Königreich, dessen Führer er ist. Ihr Hauptquartier ist in der Höhe.

Ihre Hauptaufgaben sind:

– Gottes Plan und Verheißungen zu vereiteln,

– die Menschen, Familien und Nationen unter satanischer Herrschaft zu halten,

– das Erlösungswerk Jesu Christi zu verschleiern

– die Gläubigen anzuklagen, sie vom Lobpreis und der Anbetung Gottes fern zu halten,

– zu verhindern, dass die Gemeinde geistliche, seelische und materielle Fortschritte macht.

Das Endziel ihrer Tätigkeit ist es, Satans totale Herrschaft und Anbetung auf der Erde zu verwirklichen.

Satans mächtigste Diener sind der Tod und der finstere Engel der Hölle. Der Engel des Todes hat Macht über den Leib des Menschen um physischen Tod zu verursachen. Die Hölle besitzt die Macht, den Geist der als Sünder gestorbenen Menschen in ihrem eigenen Reich festzuhalten.

Die Dämonen sind geistliche Wesen, die im Reich Satans auf einer Machtebene unter den bösen Engeln stehen. Sie haben keinen Leib, leben in der Nähe der Erde und ihr Hauptziel ist es, in den Körper von Menschen zu gelangen und über diesen ihren sündigen Begierden nachzugehen. Ihr Anführer ist Beezlebub. Die Bibel nennt die Dämonen auch unreine bzw. böse Geister. Infolge der Rebellion Luzifers wurde die Harmonie in der Welt zerstört und es begann ein gigantischer geistlicher Kampf zwischen dem Königreich Gottes und dem Königreich Satans.


Die Erschaffung des Menschen und sein Sündenfall

Gott schuf den Menschen nach seinem eigenen Bilde und Gleichnis, als Mann und Frau. Er formte den menschlichen Leib aus dem Staub der Erde und hauchte ihm Geist (Ruach) ein. So wurde der Mensch eine lebendige Seele (Nefesch) und hat Leib, Seele und Geist.

Hauptaufgabe des Menschen ist es, Gott zu lobpreisen, anzubeten und seine Herrschaft auf der Erde auszudehnen. Gott gab Adam ein einziges Wort, dessen Einhaltung dem Menschen die harmonische Gemeinschaft mit Gott und den Schutz vor Satan sicherte.

Durch die Schlange versuchte der Teufel Eva, die daraufhin Gottes Wort gegenüber ungehorsam wurde. Adam folgte der Rebellion Evas und infolgedessen fielen beide aus dem vollkommenen Willen Gottes.

Die Folgen des Sündenfalls:

– die Natur des Menschen wurde verderbt, sein Leben geriet in die Gewalt der Sünde und des Todes, wodurch seine persönliche Gemeinschaft mit Gott zerstört wurde,

– Satan eignete sich unrechtmäßig die Macht an, die Gott ursprünglich dem Menschen verliehen hatte, und übt sie noch immer aus,

– die Menschheit wurde den Drangsalierungen und der Gewalt der Dämonen und bösen Engel ausgeliefert, wodurch Krankheit, Leid, Schmerz und Entbehrungen zum Bestandteil des menschlichen Lebens wurden,

– der Mensch und sein Lebensraum wurde der Nichtigkeit und der Verdammnis unterworfen,

– da Adam sich mit den Zielen Satans identifizierte, zog er den Zorn Gottes auf sich, sein Leben und seine Arbeit sind dem Gericht und dem Fluch unterworfen.

Nach dem Sündenfall begannen Adam und Eva außerhalb des Gartens Eden und ohne Gott zu leben, wodurch sich die Sünde letztendlich auf der ganzen Erde ausbreitete.


Die Bündnisse

Der Bund ist ein Abkommen, ein Vertrag zwischen Gott und dem Menschen, auf Grundlage dessen Gott seine persönliche Gemeinschaft mit dem Gläubigen wiederherstellt. In der Heilsgeschichte gingen die Bündnisse immer von Gott aus, auf übernatürliche Weise. Er arbeitete die Details und Regeln des Bundes aus, an die sich der Gläubige halten musste. Mit dem Bund hat Gott das Ziel, Einheit zwischen dem Menschen und dem Herrn zu schaffen.

Der Bund enthält Gottes Verheißungen, die bedingungslos oder aber auch an Bedingungen geknüpft sein können, ferner Gottes Gebote, die für den Gläubigen von absoluter Autorität sind. Im Bund hat der Mensch immer die Aufgabe zu glauben und dem Wort Gottes zu gehorchen. Dadurch tritt der Mensch in den Bund ein und sein persönliches Leben und sein Tun gelangen wieder unter Gottes Segen. Grundlage und Lebenselement des Bundes ist das Sühneopfer (Blutvergießen).

Die wichtigsten Bündnisse Gottes:

– der Bund mit Noah (äußeres Zeichen: der Regenbogen);

– der Bund mit Abraham (äußeres Zeichen: die Beschneidung) – diese Bund bestärkte Gott mit Isaak und Jakob;

– der Bund mit dem Volk Israel auf dem Berg Sinai (nach Anordnung von Engeln und durch Moses Vermittlung – äußeres Zeichen ist ebenfalls die Beschneidung);

– der ewige oder neue Bund, den Gott durch Jesus Christus von Nazareth mit Israel und der ganzen Welt schloss. Im neuen Bund hat Gott das Ziel, in Jesus Christus alle Menschen mit dem Vater zu versöhnen. Die Grundlage dieses Bundes ist das Blut Jesu Christi, das ein vollkommenes und unwiederholbares Opfer für die Sünden war und Gottes Ziel erfüllt hat. Zeichen dieses Bundes ist das durch Jesus Christus eingesetzte Abendmahl, das wahrhaftige, persönliche Gemeinschaft mit Jesus Christus bewirkt und den Bund auch auf die Beziehungen zwischen den Gläubigen ausdehnt.


Die Erlösung

Die Erlösung ist die kostenlose Gabe Gottes, die seine unendliche Liebe und Barmherzigkeit zum Ausdruck bringt. Jesus Christus bot sich dem Vater freiwillig zur Verwirklichung der Erlösung an, der ihn zur Erfüllung dieser Aufgabe salbte und in die Welt sandte. In Jesus von Nazareth wurde Christus Mensch. Nachdem er getauft und vom Heiligen Geist erfüllt worden war, verkündigte er das Evangelium des Reiches Gottes, vollbrachte Zeichen und Wunder, befreite die Menschen aus der Gewalt Satans.

Er erlitt die Verfolgung und Ablehnung der Menschen, wurde in der Regierungszeit des Pontius Pilatus gekreuzigt, starb, wurde begraben und ist dann am dritten Tag auferstanden, wie dies die Propheten vorausgesagt hatten. Er ging hinauf in den Himmel und sitzt nun zur Rechten des Vaters, leistet Fürbitte für uns und wartet, dass alle seine Feinde ihm unter seine Füße gelegt werden.

Die Hauptgebiete der Erlösung:

– Jesus Christus ist für alle zur Sünde geworden, damit die an ihn Glaubenden Vergebung der Sünden und ewiges Leben erlangen. Dadurch wurden sie aus der Gefangenschaft des Todes befreit und ihre persönliche Gemeinschaft mit Gott wurde wiederhergestellt.

– Jesus Christus ist gestorben und auferstanden, damit der Gläbige von der verdorbenen Natur Adams befreit werde und an der göttlichen Natur teilhabe.

– Jesus brachte Satan und seinem Königreich eine entscheidende Niederlage bei, entwaffnete ihn und machte durch sein eigenes Blut den Gläubigen den Weg aus der Gewalt Satans in das Reich Gottes bzw. in den Himmel frei. Außerdem befähigte er die Gläubigen, über die teuflischen und dämonischen Kräfte zu herrschen.

– Jesus nahm die Leiden, Krankheiten und Schmerzen der Menschen auf sich, damit Gottes Volk in seinen Striemen Heilung empfange.

– Jesus befreite das Leben und den Lebensraum des Menschen von Verdorbenheit und Nutzlosigkeit und schenkte den Gläubigen Unsterblichkeit und Unverweslichkeit.

– Jesus wurde für alle zum Fluch, auf das die an ihn Glaubenden den Segen Abrahams ererben. Die in Jesus Christus Wiedergeborenen wurden vom Gericht der Verdammnis befreit und bekamen das Recht, Kinder Gottes zu werden.

– Jesus Christus wurde um aller Menschen wegen arm, damit der Gläubige an seinem unendlichen Reichtum und an seiner vollkommenen Versorgung reichlich teilhabe.


Gottes Reich

Die wichtigste Botschaft Jesu Christi ist die Verkündigung der Ankunft des Reiches Gottes (des Himmelreichs). Gottes Reich ist nicht von dieser Welt, es nicht materieller, sondern geistlicher Natur: es ist Kraft, Wahrheit, Gerechtigkeit, Friede und Freude. Es ist ein Reich, in dem Gottes Herrschaft vollkommen und auf allen Gebieten des Lebens Wirklichkeit ist. Der Begründer und König dieses Reiches ist Jesus Christus, dessen irdischer Dienst die Ausdehnung des Reiches Gottes bewirkt.

Die Ankunft des Reiches Gottes haben Zeichen und Wunder bezeugt und bezeugen dies auch heute. Die Verfassung und die Grundgesetze dieses Reiches fasste Jesus vor allem in der sogenannten Bergpredigt zusammen, in seinen Gleichnissen wiederum offenbarte er dessen innere Wahrheiten und Natur.

Seine Taten, darunter seine Wunder – die Heilung von Kranken, die Auferweckung von Toten, die Reinigung von Aussätzigen und das Austreiben von Dämonen –, bewiesen die Machtüberlegenheit und den Triumph des Reiches Gottes über das Königreich Satans und dass nichts der Ausbreitung und dem Wachstum des Reiches Gottes Einhalt gebieten kann.

Das wichtigste Gebot Jesu Christi für seine Jünger ist, das Evangelium des Reiches Gottes zu verkündigen und dessen geistliche Kraft und Macht zu demonstrieren. Dieses Gebot gilt auch heute und stellt die wichtigste Aufgabe der Gemeinde dar.


Die Bekehrung

Wegen des Sündenfalls Adams wird jeder Mensch mit einer sündigen Natur geboren. Die Folge dessen ist ein sündiger Lebenswandel. Unglaube und die Abwendung vom Wort und dem Gesetz Gottes bilden die Wurzel der Sünde. Neben der Güte Gottes offenbart die Bibel auch eindeutig die Macht menschlicher Bosheit und Verderbtheit, wovon sich der Mensch aus eigener Kraft nicht zu befreien vermag. Diese aussichtslose Lage machte das übernatürliche Eingreifen Gottes notwendig.

Das durch den Heiligen Geist belebte Wort befähigt den sündigen Menschen, mit seinem verdorbenen Lebenswandel zu brechen und gemäß dem Willen Gottes zu leben. Diese Wende ist die Bekehrung.

Die Phasen der Bekehrung:

– das Bereuen der Sünden, das auf einer inneren Willensentscheidung basiert, und das Betrübtwerden nach Gottes Sinn wegen der Sünde,

– das Sicherniedrigen vor Gott, wobei der Sichbekehrende seine Sündhaftigkeit anerkennt,

– die persönliche Annahme des Sühneopfers Jesu Christi und das Anrufen seines Namens um Hilfe,

– das ehrliche Bekennen der Sünden mit gebrochenem Herzen,

– Lossagung von den sündigen Taten und der sündigen Lebensweise, das Verlassen selbiger sowie der Entschluss und die Hingabe, Jesus Christus zu folgen.

Frucht der Bekehrung ist die Rechtfertigung, was bedeutet, dass Gott dem Bekehrten die Gerechtigkeit Jesu Christi anrechnet und er so vom Urteil der Verdammnis, der Sünde und dem Gefühl des Schuldbewusstseins befreit wird und glaubt, dass er durch Jesus Christus ewiges Leben erhalten hat.

Das Gebet:

Himmlischer Vater! Ich gehe zu Dir im Namen des Herrn Jesus Christus. Ich gebe zu, dass du der allmächtige, ewige Gott bist, der Schöpfer des ganzen Universums. Ich bin auch deine Schöpfung. Ich gebe zu, dass ich ein sündiger Mensch bin und viel gegen dich gesündigt habe. Aber heute entscheide ich mich, das Sakrament des Nazareners zu konvertieren und zu akzeptieren, und ich gebe zu, dass ich dieses Opfer auch brauche. Deshalb öffne ich mein Herz und mein Leben. Bitte Herr, komm zu meinem Herzen. Verzeihe meine Sünden, befreie mich von der Sünde und all seinen Konsequenzen. Ich glaube an dich Jesus. Ich glaube, dass du der Sohn des lebendigen Gottes bist, der für meine Sünden gestorben ist und vom Tod auferstanden ist, um mich zu rechtfertigen. Ich akzeptiere dich als Herr, Erlöser, Erretter und ich gebe mein Leben, mein Herz für dich. Rette mich, Herr. Schaffe ein reines Herz in mir! Du hast versprochen, die Tür zum Pfiff zu öffnen. Ich will die Gegenwart Gottes vermieden und du bist der Weg. Bitte führe mich auf die Anwesenheit des Allmächtigen. Ich preise dich und segne dich. Ich liebe dich, Herr, in meinem Herzen, Seele, Macht, im Namen Jesu von Nazareth. Ehre sei Gott, jetzt und für immer! Amen!


Der Glaube

Der Glaube ist die Überzeugung von den unsichtbaren Dingen, die Verwirklichung dessen, was man hofft. Er ist das sichere Wissen, dass das, was Gottes Wort sagt, immer und unter allen Umständen wahr ist und verwirklicht wird. Der Glaube bringt die innere Einstellung des Menschen zu Gott zum Ausdruck.

Ohne Glaube ist es unmöglich, mit Gott in persönliche Gemeinschaft zu gelangen und von ihm Segen zu empfangen. Der biblische Glaube ist im Grunde genommen Gottes Geschenk, durch welches der Mensch zum Teilhaber der Wahrheit Gottes wird.

Der Glaube stammt aus dem Hören des mit der Salbung des Heiligen Geistes gepredigten Wortes Gottes. Dadurch gelangt der Geist des Glaubens in das Herz des Hörenden und befähigt ihn dazu, an die offenbarten Wahrheiten Gottes zu glauben. Der Gegenstand des Glaubens wird durch das Bekenntnis im Leben des Gläubigen wirksam.

Außer dem sogenannten allgemeinen Glauben, dessen Lohn das Heil ist, spricht die Bibel auch vom Glauben als einer geistlichen Frucht, die als Folge des Zusammenlebens mit dem Herrn im Leben des Gläubigen entsteht.

Außerdem spricht die Heilige Schrift auch von der Gabe des Glaubens, und zwar wenn jemand in einer kritischen Situation auf besondere Weise an das Wort Gottes glaubt und Gott dies dann auf übernatürliche Weise belohnt.

Der Glaube ist auch eine geistliche Waffe: er ist ein Schild, um die Angriffe des Feindes abzuwehren. Durch das Hören und Bekennen des Wortes Gottes, durch Flehen, Fasten und das Gebet im Heiligen Geist kann der Glaube verstärkt bzw. vergrößert werden.


Die Taufen

Die Wassertaufe ist eine heilige Handlung, die das Wort Gottes gebietet. In der Taufe taucht der Körper des Gläubigen vollkommen in das Wasser ein. Häufigstes Zeichen der Erfüllung mit dem Heiligem Geist ist das Reden in Sprachen bzw. Zungen, welches ein übernatürliches Zeichen ist: dabei spricht der Heilige Geist durch den Gläubigen. Voraussetzung für das Empfangen des Heiligen Geistes ist die Bekehrung und der Glaube an Jesus Christus.

Die Wassertauche

Die Wassertaufe ist eine heilige Handlung, die das Wort Gottes gebietet. In der Taufe taucht der Körper des Gläubigen vollkommen in das Wasser ein. Es ist eine Tat aus Gehorsam und Glauben, in der der Gläubige sich mit dem Tod, der Grablegung und der Auferstehung Jesu Christi identifiziert.

Voraussetzung für die Wassertaufe ist die Bekehrung zu Jesus Christus und der Glaube an ihn.

Die Wassertaufe bewirkt die Auslöschung der Sünden, die Kreuzigung und Grablegung des alten Menschen, die Wiedergeburt zum auferstandenen Leben, die Beschneidung des Herzens und das Eintreten in den Leib Christi, die Gemeinde. In der Bibel finden wir mehrere Formeln für die Wassertaufe, die vollkommen gleichwertig sind.

Die Erfüllung mit dem Heiligen Geist (Geistestaufe)

Auch die Wiedergeburt ist eine Frucht des Werkes des Heiligen Geistes, jedoch nicht identisch mit der Erfüllung mit Heiligem Geist, welche nach der Bekehrung die zweite Erfahrung im Leben des Gläubigen bedeutet.

Eines der wichtigsten Gebiete im hohepriesterlichen Dienst Jesus Christi in der Gemeinde ist auch heute, dass er mit Heiligem Geist tauft. Dadurch wird der Gläubige zum Teilhaber an der Kraft Gottes, die ihn befähigt, seine Pflichten als Jünger (Verkündigung des Evangeliums, Zeugnisgabe, Heilung, Befreiung usw.) zu erfüllen.

Häufigstes Zeichen der Erfüllung mit dem Heiligem Geist ist das Reden in Sprachen bzw. Zungen, welches ein übernatürliches Zeichen ist: dabei spricht der Heilige Geist durch den Gläubigen.

Voraussetzung für das Empfangen des Heiligen Geistes ist die Bekehrung und der Glaube an Jesus Christus.


Das Handauflegen

Das Handauflegen ist eine heilige Handlung, bei der der Diener Gottes seine Hand mit einem bestimmten geistlichen Ziel auf eine andere Person legt. Dies wird regelmäßig von Gebet und Weissagung begleitet.

Dem Neuen Testament zufolge kann das Handauflegen fünf geistliche Ziele haben:

– physische Heilung;

– Mitteilen von geistlichen Früchten und Gaben bzw. deren offene Anerkennung;

– Erfüllung mit dem Heiligen Geist;

– Aussendung christlicher Arbeiter aus der Ortsgemeinde zur Erfüllung einer göttlichen Aufgabe;

– Auserwählung bzw. Weihe zu einem bestimmten Amt in der Ortsgemeinde. Das Handauflegen darf nur gemäß der Anweisung der Heiligen Schrift praktiziert werden.


Die Auferstehung

Die wahrhaftige Grundlage des christlichen Glaubens ist die Auferstehung Jesu Christi, welche eine historische Tatsache und gleichzeitig das Muster und der Beweis für die Auferstehung eines jeden Menschen ist. Die Auferstehung besteht aus zwei Hauptphasen: der Leib aufersteht vom Tode, den Geist des Verschiedenen wiederum ruft Gott hervor (aus dem Himmel oder aus der Unterwelt) und die Persönlichkeit des Menschen wird wieder vereint, wird ganz und einheitlich.

Die Bibel erwähnt zweierlei Auferstehung: die Gerechten werden zum ewigen Leben auferstehen, die Gottlosen wiederum zur ewigen Verdammnis.

Die göttliche Ordnung der Auferstehung:

– die Auferstehung Jesu Christi und der Erstlinge (ist bereits geschehen),

– die Auferstehung jener Gemeinschaft von Gläubigen, die Christus gehören: Zeitpunkt dessen ist die erste Wiederkunft Christi (bis zu den Wolken),

– die Auferstehung der zwei Zeugen nach dem Untergang des Reiches des Antichrists, wenn das tausendjährige Königreich gegründet wird,

– die allumfassende Auferstehung am Ende des tausendjährigen Königreiches Christi, wenn vor allem böse, gottlose Menschen auferstehen (und ins Feuer der Hölle, in die ewige Verdammnis gehen).

Diejenigen aber, die im Buch des Lebens eingeschrieben sind, bleiben für immer in der Herrlichkeit der Gegenwart des Herrn.


Die Rückkehr Jesu Christi

Die Bibel spricht von mehreren Wiederkünften Jesus Christi.

Deren hauptsächliche Ziele sind:

– die Entrückung der Gemeinde und ihre Vereinigung mit Jesus Christus (dann werden alle in Christus entschlafenen Gläubigen auferstehen, die lebenden Gläubigen wiederum werden verwandelt);

– die Wiederherstellung Israels, wenn das Judentum Jesus Christus als Messias anerkennen wird, sich mit dem Gott Abrahams versöhnt und erneut unter seine Gnade und seinen Segen gelangt;

– der Sturz des Antichrists und die Gefangensetzung Satans für 1.000 Jahre;

– das Gericht an den heidnischen Nationen;

– die Gründung des tausendjährigen Reiches des Christus.


Das ewige Gericht

Gott allein hat das ewige Anrecht auf das richterliche Amt, er ist Richter aller. Das undankbare und gottlose Verhalten seiner Geschöpfe löste seinen Zorn aus. Im Neuen Testament übergab der Vater sein richterliches Amt dem Sohn zum einen deshalb, damit der Sohn die gleiche Ehre erhalte wie der Vater, zum anderen deshalb, weil Christus – der ebenso der Sohn des Menschen ist wie auch der Sohn Gottes – in seinem Urteil Mitgefühl mit den Menschen hat und deren Kraftlosigkeit berücksichtigt.

Primäres Ziel der Fleischwerdung und des irdischen Dienstes Christi war die Erlösung der Welt, daher verlieh er dem Wort Gottes die richterliche Befugnis. Dieses ist das einzigartige und unveränderliche Maß, an dem dann ein jeder gemessen werden wird.

Das Gericht beruht auf folgenden Grundprinzipien:

– wahrheitsgemäß;

– den Handlungen entsprechend;

– ohne Ansehen der Person;

– gemäß der für die jeweilige Person erreichbaren moralischen Einsicht und dem Grad der Erkenntnis.

Der erste Abschnitt des Gerichts Gottes ist das Gericht in der Zeit (Schauplatz dessen ist die menschliche Geschichte), der zweite und gleichsam abschließende Abschnitt ist das Gericht in der Ewigkeit. Das ewige Gericht erwartet jeden Menschen in der Ewigkeit, wenn die Zeit und die menschliche Geschichte enden.

Die drei Ereignisse des ewigen Gerichtes sind:

– Der Richterstuhl Christi: unmittelbar nach der Entrückung treten nur die Christen, die das Heil erlangten, vor diesen Richterstuhl, wo Gott auch ihre Taten prüft und nur die aus Glauben, aus reinen Motiven und Gehorsamkeit vollbrachten Taten himmlischen Lohn haben werden.

– Der herrliche Thron Christi: vor diesen treten die heidnischen Nationen nach dem Sturz des Reiches des Antichrists, zu Beginn der Etablierung des tausendjährigen Reiches. Hier wird das Leitprinzip des Gerichts das Verhalten der heidnischen Nationen gegenüber den Brüdern und Schwestern Jesu Christi (den Juden und den Christen) sein.

– Der große weiße Thron: am Ende des tausendjährigen Reiches werden alle Toten auferstehen und das Gericht Gottes empfangen. Das Gericht setzt dem Königreich Satans ein Ende, der Teufel wird zusammen mit dem Tod, der Hölle und seinen anderen Untergebenen in ewige Gefangenschaft geführt. Mit diesem Ereignis erreicht die menschliche Geschichte ihr endgültiges Ende und der Herr wird einen neuen Himmel und eine neue Erde erschaffen, Jesus Christus wiederum wird sein Reich dem Vater übergeben.


Die Gemeinde

Die Gemeinde ist die Gesamtheit der von Gott auf übernatürliche Weise berufenen, an Jesus Christus glaubenden, wiedergeborenen Menschen. Die Gemeinde gehört Jesus Christus. Er erbaut und lenkt sie. Jesus Christus hat nur eine einzige Gemeinde, die sich aus der Gesamtheit der örtlichen Gemeinden zusammensetzt.

Unter örtlicher Gemeinde versteht die Bibel die Gemeinschaft der an einem gegebenen Ort und zu einer gegebenen Zeit lebenden Heiligen. Zur Gemeinde gehören auch diejenigen, die verstorben sind, nachdem sie Gottes Erlösung angenommen haben, diejenigen, die leben, nachdem sie durch Glauben das Heil erlangten sowie diejenigen, die Gott in der Zukunft berufen wird.

Die Bibel bezeichnet die Gemeinde auch als Leib Christi. Sie ist ein lebendiger Organismus, in dem die einzelnen Glieder miteinander verbunden sind und der Leib mit dem Haupt, Jesus Christus, vollkommen kooperiert.

Die Heilige Schrift offenbart die Gemeinde auch als Braut Christi: als Gemeinschaft derer, die im Blut Jesu Christi gereinigt wurden, heilig sind, sich in gerechte Taten gekleidet haben und das Erscheinen des Bräutigams und die Vereinigung mit ihm erwarten.

Die Schrift spricht von der Gemeinde auch als einem Tempel, einem Gebäude, also einem Ort, der Wohnort des Geistes Gottes ist und dessen Originalfundamente Gott durch die Apostel und Propheten in Jesus Christus als dem Eckstein legte.

Das Wort stellt die Gemeinde auch als disziplinierte und geordnete Armee dar, deren Aufgabe die Zurückdrängung und der Sturz des Königreichs Satans mit den von Gott erhaltenen geistlichen Waffen ist.

Die Hauptaufgabe der Gemeinde: Gott zu verherrlichen und anzubeten; in der Welt die Auferstehung und Verherrlichung Jesu Christi zu bezeugen; auf der ganzen Erde das Reich Gottes zu repräsentieren und das Evangelium zu verkünden; die Gemeindemitglieder zu bewahren, zu lehren und zu erziehen, damit sie in Christus auf allen Gebieten ihres Lebens zu vollkommener Reife gelangen.


Die Dienstgaben

Als das Haupt der Gemeinde gab Jesus Christus nach seiner Himmelfahrt der Gemeinde Dienstgaben. Unter diesen sind die fünf Wichtigsten: Apostel, Prophet, Lehrer, Evangelist, Hirte.

– Apostel: Diener (wortwörtlich: Gesandter, Bote) Jesu Christi, der die Aufgabe hat, Gemeinden zu gründen, diese zu stärken und die örtlichen Gemeinden zu beaufsichtigen.

– Prophet: Er teilt der Gemeinde in Gottes Namen die von Gott erhaltenen Offenbarungen und Visionen mit. Die Botschaft des Propheten erbaut, ermahnt und tröstet die Gemeinde.

– Lehrer: Auf Grundlage des Wortes Gottes vervollkommnet er die Gemeinde, unterrichtet und erbaut sie in der Erkenntnis Gottes.

– Evangelist: Er ist ein Bote der Erlösung Jesu Christi, der mit seiner Tätigkeit die Grundlagen der Gemeinde legt.

– Hirte: Er ist Hüter, Leiter und Fürsorger der Schafe Jesu Christi in der Gemeinde, der die ihm anvertrauten Gläubigen gemäß der Führung des Heiligen Geistes mit geistlicher und seelischer Nahrung versieht.

Durch die Dienstgaben führt, erbaut und lehrt Jesus Christus die Gemeinde.


Die Gaben des Heiligen Geistes

Die Heilige Schrift ermutigt jeden Gläubigen, in seinem Leben und seinem Dienst nach den Gaben des Heiligen Geistes zu trachten. Das Wirken und die Manifestation all dieser Gaben ist wünschenswerter Teil des Gottesdienstes, wobei ihre Verwendung jedoch in Zierde und Ordnung, gemäß dem Wort Gottes geschehen muss.

Die übernatürlichen Gaben des Heiligen Geistes können in drei Kategorien unterteilt werden:

– die sogenannten Gaben der Offenbarung (Wort der Erkenntnis, Wort der Weisheit, Unterscheidung der Geister);

– die Gaben der Kraft (Glaube, Heilung, Wunderwirkungen);

– die Gaben der Rede (Weissagung, Arten von Sprachen und Auslegung der Sprachen).

Ziele dieser Gaben sind:

– Fortsetzung des Dienstes Jesus Christi und Ausweitung dessen auf alle Nationen;

– Aufbau und Festigung des Leibes Christi;

– Erfüllung und Versorgung der geistlichen und physischen Bedürfnisse der Gemeinde.

Die Heilige Schrift ermutigt jeden Gläubigen, in seinem Leben und seinem Dienst nach den Gaben des Heiligen Geistes zu trachten. Das Wirken und die Manifestation all dieser Gaben ist wünschenswerter Teil des Gottesdienstes, wobei ihre Verwendung jedoch in Zierde und Ordnung, gemäß dem Wort Gottes geschehen muss.

Die geistlichen Früchte

Gott hat die Christen zu einem aktiven und fruchtbringenden Leben berufen. Die Früchte des Geistes sind die Folgen des Zusammenlebens mit Jesus Christus und lassen die Natur des Herrn in den Gläubigen zum Vorschein kommen.

Die wichtigste Frucht ist die Liebe, die unsere persönliche Gemeinschaft mit Gott am besten ausdrückt und beweist. Der Mangel an Liebe macht die Dienstgaben und die Geistesgaben wertlos.

Die weiteren Früchte sind: Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Enthaltsamkeit (Elberfelder Übersetzung). All diese beweisen die Aufrichtigkeit der Bekehrung. Ihr vollkommenes Fehlen bewirkt den Ausschluss aus der Gegenwart und der Gnade Gottes.

Der Gotttesdienst

Die Bibel bindet den Gottesdienst nicht an rituelle Formen, spricht jedoch eindeutig von bestimmten Bestandteilen. Diese sind:Gebet (Flehen, Danksagung, Fürbitte usw.), Lobpreis, Anbetung, Verkündigung des Wortes, Lehre, Abendmahl, Erfüllung der geistlichen und physischen Bedürfnisse der Gemeinde durch das Wirken der Gaben des Heiligen Geistes.

Bestandteile des Gottesdienstes:

– Gebet (Flehen, Danksagung, Fürbitte usw.): dadurch drückt Gottes Volk seinen Dank für den bereits erhaltenen Segen aus und wendet sich um übernatürliche Hilfe an seinen Herrn;

– Lobpreis: die Verkündung und Erhöhung der Gnade Gottes durch Gesang (aus ganzem Herzen, ganzer Seele), mit Instrumenten, Applaus und Tanz;

– Anbetung: das Sichniederbeugen in der Gegenwart des Herrn, die Anerkennung Gottes als absoluten Herrn, das Huldigen vor ihm;

– Verkündigung des Wortes: das Vorlesen und Erklären des geschriebenen Wortes Gottes sowie die Vermittlung der vom Heiligen Geist erhaltenen Botschaften;

– Lehre: die Darlegung der tieferen Zusammenhänge der Heiligen Schrift;

– Zeugnisgabe: der Bericht der Gläubigen über die Arbeit Jesu Christi in ihnen, für sie und mit ihnen;

– Abendmahl: wahrhaftige Gemeinschaft mit dem Leib und dem Blut Jesu Christi, welche die Quelle allen Segens sind;

– Erfüllung der geistlichen und physischen Bedürfnisse der Gemeinde durch das Wirken der Gaben des Heiligen Geistes (z.B. Gebet für Heilung, Befreiung, materiellen Segen usw.).

In den Gottesdiensten kann einer oder mehrere der obigen Bestandteile – je nach Bedarf der örtlichen Gemeinde – in den Vordergrund gelangen und den Charakter des ganzen Gottesdienstes bestimmen. Gottesdienste können sowohl im Freien als auch in geschlossenen Räumen (in privaten Häusern, Gebetshäusern, Sporthallen usw.) stattfinden.


Die Jüngernschaft

Jesus bezeichnete die ihm Nachfolgenden als Jünger. Erst später – und zwar zuerst in Antiochia – wurden sie Christen genannt. Das Ziel Jesu Christi ist, die an ihn Glaubenden in eine enge Lehrer-Jünger-Beziehung zu führen.

Die Bedingungen der Jüngerschaft sind:

– im Leben des Gläubigen soll Jesus Christus der Mittelpunkt sein (er soll mehr an Jesus festhalten als an Eltern, Verwandten und sich selbst);

– Unterordnung des eigenen Willens und der eigenen Persönlichkeit gegenüber dem Willen Gottes, der Führung des Heiligen Geistes;

– Übergabe der materiellen Güter an Gott, damit das Gewissen von allen materiellen Werten und Dingen unabhängig und frei ist; es ist Gottes Wille, dass die Gläubigen alles – alle ihnen anvertrauten Güter – zur Ehre Gottes verwalten;

– Verpflichtung zur Wahrheit Gottes und Anschluss an die Dienstgaben, die Jesus Christus seiner Gemeinde gegeben hat.

Nach Erfüllung dieser Bedingungen kommt im Leben des Gläubigen die Zeit des Lernens, während der sich der wiedergeborene Christ die wichtigsten Lehren der Heiligen Schrift zu Eigen macht und lernt, die Stimme des Heiligen Geistes zu hören und ihr zu gehorchen.

In seinem Charakter, seinem Verhalten beginnt sich die Natur Christi zu entfalten. Der Wille Gottes im Leben aller Jünger Jesu Christi ist es, dass sie heilig sind, denn ohne Heiligkeit kann niemand in die Gegenwart des Gottes der Herrlichkeit gelangen.

Infolge dieses Prozesses wird der Gläubige zu einem Jünger im biblischen Sinne. Danach kann er zum Dienst ausgesandt oder in ein Amt eingesetzt werden, wobei die Berufung und Erziehung neuer Jünger Jesu Christi das wichtigste Ziel ist.


Ehe, Familie

Die Ehe ist eine heilige, auf einem Bündnis beruhende Gemeinschaft zwischen einem Mann und einer Frau, die nur durch den Tod aufgelöst werden kann. Eines ihrer wichtigsten Ziele ist es, Kinder zu zeugen und zu erziehen. In der natürlichen Welt ist die Ehe auch ein Symbol, das die geistlich-seelische Gemeinschaft zwischen Jesus Christus und der Gemeinde zum Ausdruck bringt. In die Ehe kann man mit geistlicher, seelischer und körperlicher Reinheit treten.

Die Scheidung ist eine Gott missfallende Widersetzlichkeit. Gottes Wort erlaubt die Scheidung, allerdings nur mit starken Einschränkungen und in bestimmten Fällen. Hurerei und Ehebruch können Grund zur Scheidung sein in dem Fall, wenn der Ehepartner, der die Sünde begangen hat, seine persönliche Gemeinschaft mit Jesus Christus nicht wiederherstellen möchte.

Im Rahmen der Ehe ist die Sexualität das Geschenk Gottes. Die Institution der Ehe und der Familie wird vor allem durch Hurerei, Abtreibung, Pornographie, Homosexualität, Blutschande, Alkoholismus, Drogenkonsum und ähnliche Sünden zerstört. So wie die Sünde als Mauer zwischen Gott und den Menschen steht, so trennt sie auch die Ehepartner voneinander.

Der Ehemann ist das Haupt und der Leiter der Frau und der ganzen Familie. Er ist verpflichtet, seine Frau so zu lieben wie seinen eigenen Körper. In erster Linie ist er für die Sicherheit, die geistliche und materielle Versorgung seiner Familie verantwortlich. Die Frau ist Gehilfin des Mannes und ordnet sich seiner Führung unter. Ihre Aufgabe ist es, Kinder zu gebären, für die Familie zu sorgen und ihren Mann zu lieben.

Die Eltern sind ihren Kindern gegenüber dafür verantwortlich:

– ihnen Liebe zu geben,

– mit gutem Beispiel voranzugehen,

– die Kinder Gottes Wort und den Gehorsam gegenüber dem Wort zu lehren,

– die Kinder so zu erziehen, dass sie gottesfürchtige Menschen werden,

– für ihre geistlichen, seelischen und physischen Bedürfnisse zu sorgen.

Die Kinder sind ihren Eltern gegenüber verantwortlich:

– sie zu ehren und ihnen gehorsam zu sein,

– Gott zu ehren und ihm gehorsam zu sein,

– den Eltern gegenüber in allem hilfsbereit zu sein.

Die Kinder werden durch den Glauben der Eltern geheiligt. Kinder werden dann reif für die Wiedergeburt und das Christsein, wenn sie in der Lage sind, aus persönlicher Freiheit heraus eigenständige Entscheidungen zu treffen.


Die Macht

Die Quelle aller Macht ist der Vater, der Jesus Christus – nach seiner Auferstehung – die Vollmacht über Himmel und Erde gegeben hat. Auf der Erde übt Jesus Christus gegenwärtig seine Macht durch seine Diener in der Welt und in der Gemeinde aus.

Die Erscheinungsformen dessen sind:

– weltliche Regierung: Ihre von Gott stammende Aufgabe ist es, diejenigen zu belohnen, die Gutes tun, und diejenigen zu bestrafen, die Böses tun. Infolgedessen schulden die Gläubigen ihr Gehorsam, was sie durch gute Taten zum Ausdruck bringen müssen. Die Heilige Schrift fordert jeden Gläubigen zum Gebet für die Vertreter der Macht auf.

– Arbeitgeber: Die Macht des Arbeitgebers stammt auch von Gott. Der Bibel zufolge ist es seine Pflicht, jeden seiner Arbeit entsprechend zu bezahlen. Dem Gebot Gottes nach sind die Christen verpflichtet, ihrem Arbeitgeber Gehorsam zu leisten und sich um hervorragende Verrichtung ihrer Arbeit zu bemühen.

– Familie: Christus ist das Haupt des Mannes, der Mann ist das Haupt der Frau. Das Verhältnis der Ehefrau zu ihrem Ehemann drückt auch ihr Verhältnis zu Gott aus. Den Kindern gegenüber vertreten in der Familie die Eltern die Macht Gottes.

– Die Gemeinde: Die sich in der Gemeinde manifestierende Macht ist geistlicher Natur, das heißt sie kann keinem Menschen mit Gewalt aufgezwungen werden. Sie basiert auf freiwilliger Unterordnung. Jesus Christus ist die oberste Macht in der Gemeinde. Ihm sind alle Gläubigen, alle Gemeinschaften und Dienste untergeordnet.

Die Heilige Schrift spricht über eine Zeit, in der viele Christen unter die Macht der in der Welt zunehmenden Gesetzlosigkeit geraten, wodurch die Liebe in vielen erkaltet. Um die christliche Liebe zu bewahren, müssen die Gläubigen der Heiligen Schrift gemäß der Macht gehorsam sein.